3. Das Prinzip der Entsprechung

Von |2018-03-03T17:46:05+00:0025. Februar, 2018|Hermetische Gesetze, Spiritualität|

“Wie innen, so aussen – wie aussen, so innen. Wie im Kleinen, so im Grossen – wie im Grossen, so im Kleinen”

Das hat sicher der/die eine oder andere von euch auch schon gehört oder gelesen. Bei diesen Aussagen geht es um das Prinzip der Entsprechung.
Unser Universum ist in Fraktalen aufgebaut und es beschreibt, dass jedes kleinste Detail auch im grossen Gesamtbild wieder erkennbar ist.
Sehr schön ist das bei fraktalen Pflanzen zu sehen, deren kleinster Anteil genauso aussieht, wie der grösste Anteil, gemäss den Fibonacci-Berechnungen:

Hier zur Veranschaulichung eine Fraktal-Animation:

Was hat das mit meinem Leben zu tun?
Und wie lässt sich das auf mich übertragen?

Genauso wie dieses Gesetz auf die Natur wirkt, so wirkt es auch auf uns. Auf uns übertragen heisst es, dass wir als Fraktal des Kosmos genau das in unserer Aussenwelt gespiegelt bekommen, was wir in uns drin tragen.

Wenn ich ein eher negativ geprägter Mensch bin und an mir, aber auch an allem anderen immer wieder was auszusetzen habe, dann treffe ich häufiger auf Menschen, die mir auf den Keks gehen oder die mich dann wiederum kritisieren – ganz einfach deswegen, weil das ein Muster ist, welches in meinem Inneren verankert ist und diese Menschen dazu da sind, mir dieses Muster zu spiegeln.

Wenn ich also in meinem Alltag überwiegend Stress, Hektik, Streit und Abneigung erlebe, ist es sicher nützlich, wenn ich mir die Frage stelle: “Wie sieht es mit dem Stress, der Hektik, dem Streit und der Abneigung in mir drin und mir selber gegenüber aus?”, “und wieso ist das denn so?”

Umgekehrt funktioniert das natürlich genauso. Bin ich ein Mensch mit einer gesunden Selbstliebe (das hat nichts mit Ego zu tun), so erlebe ich auch im Aussen überwiegend Situationen und Menschen, die mir auf eine positive Weise begegnen – mir mein Inneres auf diese Weise wieder spiegeln.

Das heisst natürlich noch lange nicht, dass positiv eingestellten Menschen keine “schlechten” Situationen mehr begegnen. Doch was ist gut und schlecht?
Die Bewertung machen wir mit unserem Verstand.

Beispiel: du hast eine Panne mit deinem Fahhrad – die Luft ist aus dem Pneu.
Ein negativ gepolter Mensch denkt dann wahscheinlich eher: “Wieso schon wieder ich?”, “Immer trifft es die Gleichen”, “Das hat einer extra gemacht, um mich zu schikannieren”, etc.
Ein positiv gepolter Mensch denkt sich in der gleichen Situation eher: “OK, die Luft ist raus. Dann suchen wir doch mal den nächsten Velohändler und reparieren den Pneu”.

In Gesprächen mit anderen Menschen habe ich des Öfteren Bemerkungen gehört wie: “ich bin halt…so und so…”, “das kann ich nicht ändern”…

Ach ja..?
Bist du sicher..?
Wirklich..?

Wer sagt eigentlich, wer oder was oder wie ich bin?

Wir definieren uns selber hauptsächlich aus unseren Mustern und Prägungen heraus, die vor allem in den ersten sieben Jahre unseres Lebens in uns entstanden sind und an die wir dann ganz fest glauben – egal, wie nützlich oder wie schlecht sie für uns selber sind…
Aufgrund dieser Muster und Prägungen tragen wir dann unterschiedliche Filter, durch die wir die Welt sehen.
Damit verbunden sind oft auch Ängste, die uns weiter einengen und klein halten – eine wahre Negativ-Spirale.

Doch die gute Nachricht ist:

diese Muster und Prägungen sind dynamisch – genauso wie das ganze Universum!

Das bedeutet, ich kann sie verändern – wenn ich mir meiner Selbst bewusst werde –> so bin ich dann Selbst-Bewusst!

Falls du eher die negativen Erlebnisse in deinem Aussen erlebst frage dich:
“Will ich wirklich weiterhin Opfer meiner uralten Muster und Prägungen sein? Oder vielleicht nicht? Macht es vielleicht Sinn, den Filter meiner Perspektive auf das Leben mal ganz bewusst auszutauschen?”

Jeder entscheidet das für sich – bewusst, oder unbewusst – denn jeder Mensch ist für sein eigenes Leben verantwortlich – wie im Innen, so im Aussen – wie im Kleinen, so im Grossen…

Vielleicht fragst du dich jetzt:

  • Wie kann ich eine positive Grundenergie in meinem Alltag implementieren?

  • Wie kann ich meine Muster, Prägungen und Ängste überwinden?

  • Wie kann ich aktiv mein Leben so gestalten, wie ich mir das wünsche?

Gehe hinaus in die Stadt o du wohnst (oder in eine Stadt in deiner Nähe).
Zuerst gehst du 5 Minuten lang mit einer negativen Grundhaltung durch die Stadt.
Nimm Gedanken wie “alles ist Scheisse… alles ist dreckig… die Menschen sind alle doof, etc.” in dein Bewusstsein und gehe durch diese Stadt.
Schau dir die Stadt, die Menschen, die Strassen, etc. an, die dir in deiner negativen Grundhaltung begegnen und beobachte, was mit dir passiert:

  • Wie fühlst du dich?

  • Wie fühlt sich dein Körper an den verschiedenen Stellen an?
  • Welche Eindrücke hast du?
  • Wie sind die Gesichter der Menschen, die du anschaust?

Nach 5 Minuten wechselst du bitte deine innere Grundhaltung.
Nimm hierfür nun Gedanken wie “alles ist in Ordnung, so wie es ist… Ich bin dankbar dafür, dass ich in dieser Stadt und in diesem Land leben darf, dafür dass es mir gut geht… alle Menschen sind in Ordnung… das Wetter, die Blumen, etc. sind schön… u.s.w.” in dein Bewusstsein.
Schau nun erneut ganz genau hin, was mit dir passiert… Sei achtsam…

  • Wie fühlt sich dein Körper an?
  • Wie verändert sich dein Gemütszustand?
  • Welche Eindrücke fallen dir auf?
  • Wie sind die Gesichter der Menschen, die du anschaust?

Schreibe dir deine Eindrücke auf und stelle dir im Rückblick folgende Fragen:

  • Was passiert mit dir, wenn du diese beiden Übungen miteinander vergleichst?

  • Wie einfach war es für dich, von negativ auf positiv zu wechseln?
  • Was ist dir dabei aufgefallen?

Immer wenn du in deinem Alltag merkst, dass du mit einem “negativ-Filter” unterwegs bist, erinnere dich an diese Übung und mache bewusst den Switch. Wechsle auf deinen “positiv-Filter” und bewundere und bestaune, wie dir die Welt da draussen dein Inneres spiegelt.

Und falls das am Anfang schwierig ist für dich, dann schau dir das kleine Video von Vera Birkenbihl an.
Nimm es dir zu Herzen und setze es um, denn es wirkt wahre Wunder:

Nun wünsche ich dir viel Spass beim Entdecken des Gesetzes der Entsprechung und somit deiner inneren Welten und den äusseren Spiegeln.

Namasté